Schon als kleines Mädchen stand ihr Berufswunsch fest: Schauspielerin. Und so kamen die Menschen in ihrer Umgebung früh in den Genuß privater Unterhaltung: die klassische Nummer in Mamas Kleidern. Ihr Hang zum Entertainment setzte sich im Kindergarten fort, als sie bei Aufführungen der 7 Zwerge in der ersten Reihe hüpfte oder in der Schule bei Musicals wie „Cats“ und „Starlight Express“ auf der Bühne nicht fehlen durfte.

Da sie jedoch nicht aus einer Künstler- oder gar Schauspielerfamilie stammt, die ihre Ambitionen unterstützt hätten, musste Kerstin sich die Erfüllung ihres Traums hart erarbeiten: nach einem USA- Aufenthalt nach der Schulzeit hieß es, Geld verdienen, um sich die Schauspielausbildung leisten zu können. Dies geschah zuerst durch die fast traditionellen Jahre einer angehenden Schauspielerin als Kellnerin.
Die „Doppelschichten“- tagsüber lernen und nachts hinter der Bar stehen- begannen bald an den Kräften zu zehren. Und zum Glück hatte eine Freundin einen schicksalsträchtigen Vorschlag: „Warum modelst Du nicht nebenher?“. Gesagt, getan. Recht bald erwies sich der Modeljob als lukrativ genug, um den Schauspielunterricht zu finanzieren und die Nächte in den Clubs hatten ein Ende. Allerdings sollte der Job als Model auch einen (durchaus positiven) Umweg zur Arbeit als Schauspielerin bedeuten. Denn er brachte Kerstin zum Moderieren. (Siehe Biografie „Moderatorin“).

Nach einigen Jahren vor deutschen TV-Kameras beschloß Kerstin dann, sich wieder stärker auf ihren Traumjob zu konzentrieren. Sie ging in die USA nach Los Angeles, um ihre Schauspielausbildung zu vertiefen.
Dass sie akzentfrei englisch spricht, erwies sich in Hollywood als vorteilhaft: neben ihrer Ausbildung konnte sie bei einer kleinen Rolle in einer US-Kino-Produktion Studioluft schnuppern.

Nach intensiver Arbeit mit Coaching-Legende Ron Burrus kehrte sie zurück nach Deutschland und landete sofort zwei Hauptrollen in Independent- Kinofilmen: dem Drogen-Drama „Acid Army“ und dem Remake des Klassikers „Half past ten“ nach Marguerite Duras, die auch „The Lover“ schrieb. Das Original aus dem Jahr 1966 zeigt übrigens die junge Romy Schneider.

Es folgten Gastauftritte in verschiedenen TV- Serien sowie Drehs für Werbespots, die sie zum Teil wieder in die USA führten.

Aktuell pendelt Kerstin souverän zwischen ihren beiden Jobs als Schauspielerin und Moderatorin in deutscher und englischer Sprache und freut sich auf neue Herausforderungen, die „sehr gerne auf der Kinoleinwand stattfinden können“.

Der große Traum- wie soll es anders sein- ist eine historischer Film, der in einer komplett anderen Epoche spielt.